Das leistet das Rendsburger Elterntraining®
Das 1976 von Susanne Egert entwickelte Rendsburger Elterntraining® wird in der Jugendhilfe, in Schulen und in Kindertagesstätten erfolgreich eingesetzt. Zahlreiche Rendsburger Elterntrainer führen bundesweit Elterntrainings in unterschiedlichen Kontexten durch und betonen die Stärke des Trainings, das viele Eltern erreicht, nicht nur auf spezifische Zielgruppen festgelegt ist und Mut macht für Veränderungen.
Die dahinter stehende absolut wertschätzende, positive Grundhaltung zum Menschen ist ein wesentliches Element des Rendsburger Elterntrainings®, ebenso wichtig ist der stark praxisorientierte didaktische Ansatz des Rendsburger Elterntrainings®.
Das Rendsburger Elterntraining® ist ein curriculares Elterntrainingsprogramm in Kursform zur Veränderung des Erziehungsstils und der Erziehungseinstellung. Es integriert Elemente aus der Gesprächstherapie, der Lerntheorie, der Kommunikationstheorie und der Konfliktlösung und legt den Schwerpunkt auf praktische Übungen und Rollenspiele. Das Programm beginnt sehr niederschwellig und setzt bei den Eltern noch kein Problembewusstsein voraus. Es ist bildungsunabhängig für alle Eltern geeignet und gibt ihnen durch den praxisbetonten Ansatz eine Vielfalt von Möglichkeiten an die Hand, wie sie mit ihren Kindern und schwierigen Erziehungssituationen umgehen können.
Das Rendsburger Elterntraining® wird seit über 30 Jahren in verschiedenen Kontexten erfolgreich durchgeführt und eignet sich sowohl für den präventiven Einsatz, den Einsatz bei ambulanten und teilstationären Hilfen wie auch Rückführung aus stationärer Unterbringung anbahnend oder begleitend.
Inhalte
- Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit Erziehungsfragen und -prozessen
- Information über Erziehung und psychologische Zusammenhänge der kindlichen Entwicklung
- Einübung alternativer Verhaltensweisen im Umgang mit Kindern
Ziele
- Veränderung der Erziehungseinstellung und des Erziehungsstiles in Richtung liebevoll konsequenten Verhaltens, also einerseits partnerschaftlich verständnisvoll einfühlend, andererseits Grenzen setzend, konsequent
- Dadurch Erhöhung der erzieherischen und Problemlösekompetenz der Eltern
- Verbesserung der Interaktion zwischen Eltern und Kindern
Dauer
- ca. 6 Monate einmal wöchentlich 2 Stunden
- Während des Kurses wird für die Kinder eine Kinderbetreuung angeboten
Zielgruppe
- Familien mit Erziehungsproblemen, innerfamiliären Konflikten, Verhaltensauffälligkeiten der Kinder
Voraussetzungen bei den Eltern
- Die Eltern müssen Interesse an ihrem Kind und die Bereitschaft haben zum Kurs zu kommen
- Die Kinder sollen ggf. in absehbarer Zeit ins Elternhaus reintegriert werden
- Persönliche Probleme der Eltern (Alkoholismus etc.) stehen nicht im Vordergrund der Probleme, sondern die Kindererziehung
- Sexueller Missbrauch steht nicht im Zentrum und bezog sich nicht auf den bei der Familie lebenden Vater
- Eine geistige Behinderung der Eltern liegt nicht vor
Das kann Elterntraining nicht erreichen
- Lösung aller familiären Probleme
- Lösung oder Aufarbeitung persönlicher Probleme der Eltern (Ehe, Süchte, soziale Probleme)
- Automatische Entlassung des Kindes aus stationärer Unterbringung nach Ende des Elterntrainings